Waldviertel - Waldpension Nebelstein

Märchenhaft

Die Waldpension Nebelstein in Moorbad Harbach ist im wahrsten Sinne des Wortes märchenhaft. Das Hotel orientiert sich sowohl außen als auch innen an Motiven aus Märchen der Gebrüder Grimm. Das Hotel hat einen Turm, wo man von Rapunzel begrüßt wird, die gerade ihren sehnsüchtig wartenden Prinzen mit ihren Haaren hochzieht. Auch im Hotel gehen die Märchenmotive weiter. Überall befinden sich Bilder aus verschiedenen Märchen. Es gibt Zimmer, die jeweils einem bestimmten Märchenmotiv gewidmet sind.

Das rollstuhlgerechte Zimmer beispielsweise ist nach dem Märchen „Tischlein deck dich“ gestaltet. Neben den romantischen Aspekten bietet das rollstuhlgerechte Zimmer eine Toilette mit Griffen, eine befahrbare Dusche mit Hocker und einen verstellbaren Spiegel. Zudem ist es etwas geräumiger als andere Zimmer.

Das Hotel an sich bietet ein sehr reichhaltiges Freizeitangebot. Es besitzt ein Hallenbad, wobei aber gleich dazu gesagt werden muss, dass dieses, was unverständlich ist, nicht mit dem Lift erreichbar ist, sondern nur durch einen nicht barrierefreien Außeneingang mit einer hohen Stufe oder über eine steile Treppe. Ansonsten gibt es eine Minigolfanlage und einen Feengarten mit Märchenmuseum. All das liegt sehr steil am Hang und ist schwierig mit dem Rollstuhl zu erreichen.

Wenige Ausflugsziele

Generell muss gesagt werden, dass das Waldviertel eine sehr hügelige Gegend ist. Die meisten Ausflüge, die wir gemacht haben, waren mit meinem mechanischen Rollstuhl eigentlich nicht zu bewältigen. Ich musste auf meinen Jogger zurückgreifen. Ohne ein Auto kommt man in der Gegend sicher kaum zurecht, weil das Hotel sehr abgelegen liegt.

Das einzige barrierefreie Ausflugziel ist das Unterwasserreich Naturpark Schrems - Ramsar, das auch ansonsten sehr zu empfehlen ist. In der Wasser Erlebnis-Ausstellung im Zentrum erfährt man alles Wissenswerte über das Leben in Teich und Moor. In Aquarien kann man die heimischen Fische beobachten, mit Mikroskopen kann man sogar die kleinsten Wasserbewohner sehen. Außen gibt es einen Wassergarten mit breiten Holzstegen, die auch über ein großes Fischottergehege führen. Dort kann man die niedlichen Otter beobachten, wenn man sich genügend Zeit nimmt. Die Wanderwege um den Naturpark sind teils gut asphaltiert und eben.

Ansonsten ist die Landschaft, wie gesagt, sehr steil und unwegsam, so dass man eventuell auf Fortbewegungsmittel wie einen Elektrorollstuhl oder einen Jogger zurückgreifen muss. Mir hat mein Wochenendtrip ins Waldviertel trotzdem sehr gefallen. Das Hotel ist größtenteils barrierefrei. Wenn man ein Auto hat und mehr Zeit zur Verfügung, lassen sich sicher auch rollstuhltaugliche Ausflugsziele finden.

Katharina Müllebner

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