Wiens Gaumenfreuden – eine kleine Kulinariktour vom Leberkas zum Sacher

Wiens Gaumenfreuden –
eine kleine Kulinariktour vom Leberkas zum Sacher

Die Hauptstadt Österreichs ist vielfältig, intensiv und wenn man genug von ihr hat, dann bleibt immer noch Freude im Bauch. So ist das mit der Kulinarik von Wien auch. Hier kennt Multikultur keine Grenzen. Neben einer Vielzahl von internationalen Restaurants, „Würstelstandln“ und Imbissbuden findet auch die heimische Küche noch genügend Platz und begeistert Geschmäcker. Um die Bandbreite dieser Küche zu präsentieren, zeigen wir euch zwei Kontraste. Wir waren bei Leberkas Pepi und im Kaffeehaus Sacher – beides gehört definitiv zu einem Wien-Trip, wie der Senf zum Würstl.

Fährt man mit der Bim bis zur Haltestelle Kärntnerring/Oper, kann man den Leberkas-Pepi, Operngasse 12, gemütlich in 5 Min Gehweg erreichen. Der Leberkas-Pepi führt ein riesiges Sortiment an verschiedensten Leberkäsevariationen und bietet dazu Gebäck und Getränke.

Leberkas vom Leberkas-PepiLeberkäse ist schon seit 1776 eine Wurstspezialität, die der Leberkas-Pepi aus rein heimischen Zutaten herstellt und man heiß oder kalt genießen kann. An den Stehtischen quetscht sich allerlei. „Hackla“ (= Arbeiter), feine Damen, die gerade aus der Oper huschen, Jugendliche, Familien… Wir nehmen Platz an einem kleinen Tisch hinten in der Ecke. Es ist eng und der Lieferant jagt uns mehrmals auf, weil er vorbei musste, aber der Leberkäse ist unfassbar lecker und lässt sich auch prima einpacken, sollte man zu schwächeln beginnen.

Ticketverkauf Wiener StaatsoperZu Fuß/per Rollstuhl kann man dann wunderbar Richtung Kärntner Straße flanieren. Dabei passiert man auch die Staatsoper und darf sich von diesem großen, (architektonisch) schönen Gebäude beeindrucken lassen. Nebenbei sei so erwähnt, dass die Oper auch barrierefreie Möglichkeiten bietet Tickets für Aufführungen zu kaufen und einzutreten. Außerdem kann man sich auch sämtliche Aufführungen im Livestream ansehen.

Jedem und jeder, der_die nach Wien kommt ist „Sacher“ vermutlich ohnehin ein Begriff. Das Café Sacher mit der angrenzenden Sacherstube gilt wohl als Sinnbild der Wiener Kaffeehauskultur, allerdings sind hier die Kellner_innen zuvorkommend und überaus höflich, entgegensprechend den Klischees. Im Café Sacher werden sämtliche Gäste mit Kaffeespezialitäten, Kulinarik und Patisseriekünsten verwöhnt, sodass sich stets eine Traube von Tourist_innen, wie Einheimischen vor dem Eingang sammelt und wartet, bis sie einzeln hineingebeten werden. Das Café Sacher hat noch nie nicht polarisiert und kann Geschichten erzählen bis in das Jahr 1832. Damals wurde nämlich erstmals die klassische, originale „Sachertorte“ kreiert, die bis heute weltweit begeistert.

Öffentliche LuftpumpeAuch wir wurden hineingebeten, Eingang, wie Sitzmöglichkeiten sind barrierefrei, das WC findet sich im Hotelbereich. Da wir ohnehin wissen, wie großartig die Sachertorte ist, haben wir Anderes probiert. Die Mango-Torte ist sehr zu empfehlen und der Sacherkaffee ebenso. Die Preise orientieren sich an dem schönen Kaffeehausambiente, die Musik ist gut und man hat jede Menge zu staunen, da die Wände mit ihren Gemälden, Stuckverzierungen und das traditionelle Mobiliar einladen in Nostalgie und Charme zu baden um sich danach wieder in den Trubel der Kärntner Straße zu stürzen. Außerdem kann man im Sacher-Shop um die Ecke auch noch Geschenke und Sachertorten für die Daheimgebliebenen mitnehmen!

Sollte nach der ganzen Schlemmerei die Luft in den Reifen ausgegangen sein und man hat Lust einen kleinen Richtungswechsel einzuschlagen, so kann man in ca. 10 Min Gehzeit via Opernpassage eine öffentliche Luftpumpe finden. Direkt am Karlsplatz an der Kreuzung zur Wiedner Hauptstraße.

Abendessen fiel bei uns an diesem Tag übrigens aus. Die Kulinarik-Tour zwischen Leberkas-Pepi und Café Sacher war aber definitiv ein Schmankerl und sollte auf jeder To-Do-List von Wien-Besucher_innen sein.

Genießen macht glücklich!