Wien von oben. Die Stadt auf einen Blick.

Von 23. 3. bis 17. 9. 2017 hast du im Wien Museum, die Möglichkeit die Weltstadt Wien und ihre Entstehung aus der Vogelperspektive zu betrachten, ohne dich allzu hoch hinaus zu begeben. Das Wien Museum ist aber immer einen Besuch wert.

"Wien von oben" verrät erstaunliche Aspekte über die Stadt und veranschaulicht sie mit Miniatur-Nachbauten, Karten sowie historischen Dokumenten. Besonders interessant ist die emotionale Karte von Wien, auf der Orte der Angst, des Ärgers, der Freude und Orte zum Küssen und Flirten von Besuchern gekennzeichnet werden können. Insgesamt ist die Ausstellung sehr informativ und vergnüglich. 

Der Weg ins Wien Museum führt über eine Rampe und zwei (nicht-automatische) Türen ins Foyer. Dort befindet sich gleich die Kassa. Mit € 7 für Tickets ist man als Besucher mit Rollstuhl und einer Begleitperson dabei. Und nicht nur für diese Ausstellung, sondern für das ganze Museum. Der erste Aufzug, den man intuitiv findet, ist auf den ersten Blick nicht barrierefrei. Deshalb wurde dieser Original-Aufzug des 1959 eröffneten Hauses selbst zum Ausstellungsstück hinter Glas. Aber eine Rampe führt zum geräumigen „wahren“ Aufzug. Die Türen zum Ausstellungsraum können ein Hindernis sein, wenn man alleine unterwegs und nicht gerade ein Mitarbeiter in der Nähe ist. Insgesamt sind die Mitarbeiter jedoch sehr zuvorkommend und man spürt förmlich ihre Begeisterung zum Gezeigten, die sie gerne mit Hintergrundinformationen untermauern.

Im zweiten Stock befindet sich die Dauerausstellung mit Gemälden von Wiener Künstlern wie Schiele, Moll und Waldmüller sowie Exponaten aus der Geschichte Wiens. Der diensthabende Mitarbeiter war für unseren Geschmack zwar etwas zu wachsam, aber die Exponate lenken vom Gefühl ab beschattet zu werden.

Im Erdgeschoss wird derzeit die Ausstellung „Brennen für den Glauben“ gezeigt, die Wien nach Luther vermittelt. Auch der Museums-Shop und das „barrierefreie“ WC sind hier zu finden. Es ist über einen schmalen, angeräumten Gang zu erreichen, hat Haltegriffe, ist aber äußerst eng. (Eventuell muss man eine größere Alternative in der naheliegenden Technischen Universität aufsuchen.) 

Die Ausstellungen sind hingegen sehr geräumig und gut mit einem Rollstuhl befahrbar. Besonders positiv aufgefallen sind die angenehme Höhe und Zufahrbarkeit der meisten Exponate. Dafür ein großes Lob an das Wien Museum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. 

Fakten Wien Museum 

roomchooser Tipp

Wenn du tatsächlich hoch hinaus willst, empfehlen wir dir einen Sonnenuntergang am DC-Tower oder eine Fahrt mit dem Riesenrad im Wiener Prater.